Solarthermische Anlagen bieten eine hervorragende Möglichkeit, die Warmwasserbereitung kostengünstig zu gestalten. Denn selbst in der kalten Jahreszeit hat die Sonne noch genügend Kraft, etwa 30 % der benötigten Energie beizusteuern - und im Sommer den Bedarf komplett abzudecken.

Ein einfaches Prinzip für großen Komfort

Eine Solaranlage arbeitet im Prinzip wie ein in der Sonne liegender Gartenschlauch. Im Solarkollektor (1) wird zunächst eine spezielle Trägerflüssigkeit (2) durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und von einer Umwälzpumpe zum Warmwasserspeicher (3) geleitet. Über einen Wärmetauscher gibt die Trägerflüssigkeit ihre Wärme an das Trinkwasser im Warmwasserspeicher ab und wird zurück zum Kollektor geführt.
Sollte einmal bei schlechterem Wetter nicht genügend Sonnenenergie zur Verfügung stehen, erfolgt über eine zweite Heizspirale im Speicher die Nacherwärmung des Wassers über das Heizgerät (4). So genießen Sie jederzeit uneingeschränkten Wärme- und Warmwasserkomfort - umweltbewusst und sparsam. 
Quelle & Grafik: Vaillant


Vorteile
Mit einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung gewinnen Sie bis zu 70 % der hierfür benötigten Energie. Bei zusätzlicher Heizungsunterstützung ist es bis zu 30 % mehr. Das bedeutet für Sie ein großes Stück Unabhängigkeit von Öl und Gas. Und in gleichem Maße sinken die klimaschädigenden CO2-Emissionen Ihres Hauses.

Neubau & Sanierung
Für jedes Haus gibt es Solarlösungen von verschiedenen Herstellern. Sie können Ihre Solaranlage beim Neubau einplanen, im Rahmen einer Haus- oder Heizungssanierung realisieren oder jederzeit an einer bestehenden Heizungsanlage nachrüsten. Alles, was Sie benötigen, ist ein eigenes Dach.


Ist mein Haus für eine Solaranlage geeignet?


Die Strahlungsintensität in Deutschland ist in allen Regionen des Landes groß genug, um solarthermische Anlagen sinnvoll zu betreiben. Eine zwischen Südost und Südwest ausgerichtete und möglichst schattenfreie Dachfläche mit einer Neigung von 20° bis 60° ist am besten für die Errichtung einer Solaranlage geeignet. Pro Person braucht man hier für die Brauchwasser-Erwärmung ca. 1 qm Kollektorfläche. Mit einer etwas größeren Kollektorfläche kann auch auf einer West- oder Ostseite der gleiche Energieertrag erzielt werden. Flachdächer eignen sich ebenfalls gut und eine Wandmontage ist auch möglich.

Wir haben im Süden einen kleinen Vorteil!

Der Durchschnitt der eintreffenden Sonnenstrahlung liegt bei etwa 1000kWh pro qm und Jahr. Für unsere Region (Bayr. Schwaben/Allgäu) liegt der Wert etwas über dem Schnitt: ca. 1100 kWh/qm. Regionale Unterschiede lassen sich mit einem perfekt geplanten Solardach kompensieren. Natürlich bezieht sich dieser Wert nur auf die eintreffende Sonnenstrahlung auf dem Dach, die Energiemenge, die man ausschöpfen kann, liegt etwas darunter. Sie liegt je nach Anwendung zwischen 200 und 600 kWh/qm Kollektorfläche und Jahr.
Entscheidend für die zu erwartende Energiemenge: sie hängt nicht allein vom Kollektor, sondern auch der Komponenten wie Regelung, Ladestation, der Speichergröße und dem Energieverteilsystem ab.